Karnevalsvereinigung Nauort
Förderverein Nauorter Straßenkarneval​

66 Jahre Karneval in Nauort: Sitzungsprogramm begeistert das Publikum

Vor 66 Jahren wurde der Karneval in Nauort aus der Taufe gehoben. Diesem närrischen Jubiläum widmet die Karnevalsvereinigung Nauort ihre diesjährige Session und zeigte bei der ersten Sitzung am vergangenen Samstag, dass sie wahrlich nicht zum alten Eisen gehört, sondern dass die Zeilen von Udo Jürgens „Mit 66 Jahren, da fängt das Leben an“ den Narren aus Nauort wie auf den Leib geschneidert sind.

Zum Auftakt zog der Elferrat unter der Führung des Sitzungspräsidenten Klaus-Peter Goebel, der gewohnt souverän und schlagfertig durch das Programm führte, in Begleitung der Funkemariechen, Garde und Rocket Girls zu den Klängen des Musikvereins Nauort in die Halle ein. Reiner Roos, der närrische Kommissar, brachte mit seinem Vortrag das Publikum sofort in Stimmung, bevor 14 junge Damen in den Vereinsfarben rot und schwarz einen schmissigen Gardetanz präsentierten. Dann erhoben sich die Narren zu Ehren des Nauorter Kinderprinzenpaares. Die Karnevalsvereinigung stellt zum 28. Mal in Folge ein Tollitätenpaar, in diesem Jahr regieren Prinzessin Emilia I. und Prinz Lukas II. das närrische Volk. Aus Ransbach-Baumbach war Kräutscheskönigin Chiara I. zu Gast, die den „Glamour der Blau-Goldenen 20er Jahre“ versprühte. Die Ex-Prinzen (Janik Felsing, Rafael Münzer, Benjamin Schmitz und Silas Schmitz) blickten auf ihre Zeit als Kinderprinzen zurück. Im Hundekostüm performten die „fünf Fellnasen“ zum Song „Hundi“ von Alexander Marcus. Zum Abschluss der ersten Halbzeit der Sitzung betrachtete Tim Kuppler als Boxer in seiner eindrucksvollen Rede das Geschehen in Politik und Sport in Nauort, Deutschland und der Welt.

Zum Auftakt der zweiten Hälfte trieb Lucas Högner als „Zugereister“ bei seinem ersten Sitzungsbesuch seinen Sitznachbarn Jan Goldhausen zur Verzweiflung. Solomariechen Chiara Blech begeisterte das Publikum mit einem atemberaubenden Tanz zu Musik aus den 90er Jahren, ehe die Fortuna Truppe mit ihrem Sketch über die Partnersuche bei Tinder für Lacher sorgte. Beim Auftritt des Stimmungssängers Michael Lambertz aus Fachbach bebte die Halle und das Publikum sang lauthals mit bei Hits wie „Kölsche Jung“, „Prinzessin“ oder „Polka, Polka, Polka“. Die Frauenherzen im Saal schlugen höher beim Tanz des Männerballetts zum Thema „Enorm in Form“. Als letzter Redner trat niemand Geringeres als Fred van Halen auf. Der Bauchredner ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil im Kölner Karneval und begeisterte auch das Publikum im Westerwald mit einem Zwiegespräch mit seinem Vogel Aki.

Die 21 Tänzerinnen und Tänzer des KVN-Balletts entführten das Publikum nach Südamerika und verzauberten mit tollen Kostümen sowie viel Schwung und Eleganz in ihrem Showtanz. Zum Abschluss des rund fünfstündigen Programms versammelten sich alle Aktiven auf der Bühne und stimmten gemeinsam mit Michael Lambertz die KVN-Hymne „Dat es Nouert“ an.

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